Geboren 1971, Jurist
Bereits 1988, nach dem Tode von KommR. Josef Leitner und der Auflösung des Neuen Badener Tempelvereines, setzte sich MMag. Rosen intensiv gegen die Schließung des Badener Bethauses ein und übernahm bereits mit 17 Jahren via facti die Organisation und Leitung des Bethauses und der jüdischen Gemeinde in Baden.
Gemeinsam mit seinem Großcousin, dem Maler Georg Chaimowicz startete er 1988 im gleichen Jahr eine Medienkampagne zur Rettung der Badener Synagoge, die die Zeit des Nationalsozialismus überstanden hatte. Das breite Echo in- und ausländischer Medien verhindert den Abriss des Gebäudes buchstäblich in letzter Minute.
In weiterer Folge setzte sich Präsident Rosen öffentlich intensivst für eine Erhaltung und Sanierung des Gebäudes aus öffentlichen Mittel. 1989 gründet er die Jüdische Gemeinde Baden neu.
Unter seiner Vizepräsidentschaft bzw. Präsidentschaft erfolgten 1989 und 1998 Adaptierungen des alten Bethauses. 1999 ins Ausland gegangen, übernahm er nach seiner Rückkehr zu Beginn des 2002 erneut die Leitung der jüdischen Gemeinde, intensivierte die Verhandlungen um die Renovierung der Synagoge und konnte diese schließlich zu einem erfolgreichen Abschluss führen.
In weiterer Folge war er von 2002 bis 2005 intensivst in Planung und Realisierung der Restaurierungsarbeiten eingebunden.
Die jahrelangen Recherchen MMag. Rosens und dessen Bemühungen um die Aufarbeitung der Geschichte der einstmals drittgrößten jüdischen Gemeinde Österreichs fanden in der Ende 2005 im Verlag Mandelbaum erschienen Publikation "Jüdisches Lebens in Baden – Von den Anfängen bis zur Gegenwart" ihren Niederschlag.
Seit jeher war es ein Ziel Rosens nicht nur das religiöse Leben zu fördern, sondern auch kulturelle Impulse zu setzen. Auf seine Initiative erfolgte nach der Renovierung der Synagoge auch die Gründung des Zentrums für Interkulturelle Begegnung und Verständigung unserer Gemeinde, das nunmehr im ersten Stock des Gebäudes untergebracht ist und dessen Trägerverein er als Präsident ebenso vorsteht als der Chewra Kadischa Baden.
MMag. Rosen ist neben seiner Tätigkeit in Baden auch Mitglied des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Er lebt lebt und arbeitet als Jurist in Wien und Baden.
Publikationen: Jüdisches Leben in Baden
© 2006 Ing. Johannes Norz