Geschichte der Juden in Baden | |
| 13. Jhdt. | Judenansiedlung in Traiskirchen |
| 17. Jhdt. | bedeutende Judenansiedlung in Tribuswinkel mit Synagoge im heutigen "Sängerhof" und Beerdigungsstätte in der Au gegen Wienersdorf ("Judenfriedhof") |
| 1683 | Vertreibung der Juden aus Niederösterreich, Untergang der Tribuswinkler jüdischen Gemeinde |
| 1799 | Der Rat der Stadt Baden anerkennt das "Judentraiteur"-Gewerbe |
| 1805 | Isaac Schischa und Aaron Gellis, erste namentlich überlieferte Judentraiteure, erhalten die ganzjährige Aufenthaltsgenehmigung |
| 1820 | Heinrich Herz erhält die Bewilligung zur Errichtung eines koscheren Restaurants samt Betsaal in der Neugasse (Franz Josef-Ring 38) |
| 1822 | Heinrich Herz erhält als erster Jude das Heimatrecht in Baden |
| 1839 | Leopold Herz übersiedelt nach dem Tod seines Vaters Heinrich in die Wassergasse 14 wo er wiederum ein Bethaus (für 285 Personen) und ein koscheres Restaurant einrichtet. |
| 1849 | Leopold Herz ist es als erstem Juden gestattet Haus und Grundstück auf eigenen Namen zu kaufen. Er erwirbt das von ihm bezogene Haus Wassergasse 14. |
| 1846 | Errichtung der Hermann Todesco Stiftung für arme (israelitische und christliche) Badebedürftige in der Johannesgasse 11 |
| 1860 | allgemeine Möglichkeit des Grunderwerbes für Juden |
| 1868 | staatsbürgerrechtliche Gleichstellung der Juden durch das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. Dezember 1867 |
| Dr. Karl Landsteiner wird in Baden geboren | |
| Gründung des Israelitischen Krankenunterstützungsvereines | |
| 1870 | Ankauf der Liegenschaft Grabengasse 14 durch den Israelitischen Krankenunterstützungsverein. |
| 1871 | Gründung des Israeltischen Kultusvereines |
| Errichtung des ersten öffentlichen Bethauses auf dem Grundstück Grabengasse 14 | |
| 1872/73 | Bau der großen Synagoge durch Franz Breyer |
| 1873 | Max Reinhard wird als Max Goldmann in Baden geboren |
| Anlegung des jüdischen Friedhofes | |
| 1874 | Gründung der Chewra Kadischa (Beerdigungsbruderschaft) |
| 1878 | Konstituierung der Israelitischen Cultusgemeinde Baden |
| 1880 | Wilhelm Reich wird Rabbiner in Baden |
| Wolf Kohn wird Rabbiner im Bethaus Wassergasse 14 | |
| 1880 | Erwerb des Liegenschaft Wassergasse 14 samt Bethaus durch Albert und Emma Deutsch |
| 1883 | Zubau eines zweiten Stiegenhauses zur Synagoge |
| 1893 | Theodor Herzl verbringt einen längeren Aufenthalt in Baden |
| 1894 | Erwerb des Grundstückes Grabengasse 12, in dem das Büro der Kultusgemeinde und Wohnungen für die Bediensteten untergebracht werden |
| 1897 | Erste Erweiterung des jüdischen Friedhofes |
| 1904-06 | Errichtung der großen Zeremonienhalle auf dem jüdischen Friedhof nach Entwürfen des bekannten Wiener Baurates Wilhelm Stiassny |
| 1911 | Errichtung der Synagoge in Bad Vöslau durch den Israeltischen Bethausverein Bad Vöslau |
| 1913 | Tod von Rabbiner Wolf Kohn, dessen Schwiegersohn Salomon Friedmann aus Deutschkreutz wird Rabbinatsassesor |
| 1914-18 | vermehrter Zuzug galizischer Juden, Einrichtung eines Beth Hamidrasches nach polnischen Ritus im Hause Grabengasse 12 |
| 1921 | Eröffnung des jüdischen Waisenhauses durch den Verein Kriegswaisenfonds der Agudath Israel in der Germergasse 48 |
| 1923 | Ankauf des Hauses Vöslauerstraße 31 durch die Kultusgemeinde zum Zwecke der Errichtung eines rituellen Bades (Mikwah) |
| 1929 | Oberrabbiner Prof. Wilhelm Reich verstirbt, Vakanz des Oberrabbinates |
| 1931 | Dr. Hartwig Naftali Carlebach aus Berlin wird zum Oberrabbiner bestellt. |
| 1937 | Schließung der weitbekannten koscheren Restauration "Rausnitz" in der Annagasse |
| 1938 | 13. März Einmarsch der Nationalsozialisten, 1.871 Juden in Baden-Stadt gemeldet |
| Heinrich Fleischmann wird zum Leiter der Kultusgemeinde bestellt, Beginn der Umschulaktionen | |
| Juli 1938 Oberrabbiner Dr. Carlebach verläßt mit seiner Familie Baden Richtung Litauen | |
| November 1938:
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| Ende 1938 Umsiedlung der noch verbliebenen Juden u.a. in die Witzmanngasse 1 | |
| 1939 | 1. April: offiziell 21 Juden in Baden |
| 1940 | Auflösung der Israeltischen Cultusgemeinde Baden, Übertragung der Agenden an die Israelitische Kultusgemeinde Wien |
| Erwerb sämtlicher Liegenschaften der Kultusgemeinde Baden durch die Stadt Baden infolge "Kaufvertrages 4. Juni 1940", Verwendung der Synagoge durch den NSV | |
| 1941 | Walter Posiles sowie Dr. Adolf und Malvine Schärf samt 4 Kindern überleben als U-Boote in Baden. |
| 1946 | Rudolf Starnberg wird zum öffentlichen Verwalter (für das Vermögen) der Israelitischen Cultusgemeinde Baden bestellt. |
| 1947 | Ludwig Reisz und seine Gattin Margarete geb. Lackenbacher sind unter den ersten Rückkehrern |
| 1951 | Ausdehnung des Sprengels der Israelitischen Kultusgemeinde Wien auf Niederösterreich und das nördliche Burgenland, de facto Auflösung der Israelitischen Cultusgemeinde Baden |
| 1952 | Vergleich zwischen der Stadt Baden und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien vor der Rückstellungskommission beim LG für ZRS/ Restitution der Liegenschaften Grabengasse 12-14 sowie des jüdischen Friedhofes |
| erste G"ttesdienste in den Sommermonaten | |
| 1957 | Gründung des Tempelvereines Baden |
| 1963 | Adaptierung des ehemaligen Sitzungssaales der Kultusgemeinde als Bethaus unter dem Obmann und Alt-Badener Ludwig Reisz |
| 1979 | KommR. Josef Leitner wird Präsident der Jüdischen Gemeinde |
| 1988 | Tod von KommR Josef Leitner, Diskussion über die Schließung des Bethauses |
| Organisation der Fortführung des Bethauses durch MMag Elizer Rosen | |
| Verhinderung des Abrisses der alten Synagoge durch eine Initiative um die Aktivisten Peter D. Eggenhofer, Georg Chaimowicz und Elizer Rosen | |
| 1989 | Renovierungsarbeiten im Betsaal in der Grabengasse 14 |
| Erste Gespräche zwischen Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und des Jüdischen Synagogenvereines Baden mit der Stadt Baden und dem Land Niederösterreich betreffend Renovierung der Synagoge durch die öffentliche Hand | |
| 1989-91 | Emigrationswelle sowjetischer Juden. Baden wird in den folgenden zwei Jahren Durchzugsstation größerer Gruppen von Emigranten |
| 1999 | Komplettsanierung des Bethauses unter Präsident MMag. Elizer Rosen und Generalsekretärin Sophie Haber. Feierliche Wiedereröffnung durch den Ehrenpräsidenten des Synagogenvereines Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg |
| Erste Nachkriegs-Bar-Mitzwah Feier der Familie Malkiel | |
| Daniel Fuchs folgt dem ins Ausland gehenden MMag. Elizer Rosen als Synagogenvereinspräsident nach. | |
| 2001 | 130-Jahre Feier des Bethauses Baden |
| 2002 | MMag. Elizer Rosen übernimmt nach seiner Rückkehr erneut die Leitung der Jüdischen Gemeinde. Arch. Dipl. Ing. Dr. Friedrich Fischer wird Vizepräsident. April Wiederaufnahme der Gespräche hinsichtlich der Renovierung der Synagoge Baden 21. Oktober: Pressekonferenz in der eine Einigung hinsichtlich der Finanzierung der Synagogenrenovierung zwischen Land, Stadt, der Israelitischen Kultusgemeinde und dem JSVB präsentiert wird. |